Wie kam es zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens?

Am Mittwoch, 13.03.19 um 19 Uhr wird Achim Teusch, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Heliosklinik in Siegburg und Aktivist bei ver.di und Krankenhaus statt Fabrik, im Clubraum (Gebäude „Branddirektion“) der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, 50670 Köln) zur Frage „Wie kam es zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens und welche Auswirkungen hat diese?“ referieren. Im Anschluss planen wir unsere nächsten Aktionen.

Demo zum Frauenstreik

Am 8. März wird es in Köln eine große Frauen*demonstration im Rahmen des internationalen Frauen*streiktages geben. An den Vorbereitungen zum Frauen*streiktag sind Frauen* aus über 50 Ländern beteiligt. Schon im letzten Jahr sind Millionen Frauen* u.a. in Polen, in den USA, in Argentinien und in Spanien auf die Straße gegangen, haben Erwerbs- und/oder unbezahlte Sorgearbeit niedergelegt und Universitäten und Schulen blockiert. In Spanien allein waren 5 Millionen Menschen an diesem feministischen Streik beteiligt und haben es geschafft, das Land teilweise lahmzulegen und gleichzeitig viel Unterstützung und Verständnis in der Bevölkerung aufzubauen.

Ein zentrales Thema des Frauen*streiks ist unbezahlte und unterbezahlte Care-(Sorge-)Arbeit, wie sie im Gesundheitsbereich, der Altenpflege, im Erziehungsbereich und in Familien geleistet wird. 80 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitsbereich sind Frauen. Frauen tragen auch die Hauptlast bei der häuslichen Pflege. Rationalisierung, Outsourcing, Arbeitsverdichtung, mangelnde gesellschaftliche Anerkennung und Bezahlung im Gesundheits- und Pflegebereich führen zu Arbeitsbedingungen, die sowohl für die dort Arbeitenden als auch für die Patient*innen katastrophal sind.

Wir wollen am 8. März gemeinsam mit anderen Frauen* und aus dem Gesundheits- und Pflegebereich demonstrieren. Wir wollen die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und einer besseren Versorgung von Patient*innen auf der Demonstration sichtbar machen. Gesundheit darf keine Ware sein!

Wir werden im „all gender“-Block am Ende der Demonstration mitlaufen. Daher sind auch solidarische Männer* willkommen!

Die Demonstration startet am 8.3. 2019 um 17 Uhr am Bahnhofsvorplatz (Hauptbahnhof Köln). Wir werden uns um 17 Uhr am Bahnhofshaupteingang draußen vor dem Café Kamps treffen. Bringt Arbeitskleidung und Utensilien mit, werdet als Patient*innen oder Angehörige sichtbar oder kommt einfach so vorbei – Gesundheitsversorgung geht uns alle an!

Offenes Bündnistreffen

Wir laden wie jeden Monat zum offenen Bündnistreffen ein: am 13.02.19 um 19 Uhr in den Clubraum (Gebäude „Branddirektion“) der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, 50670 Köln).

Wir werden die aktuelle Situation der städtischen Kliniken diskutieren und haben die Kritischen Medizinstudierenden Köln zu Gast, die über eine anstehende Ringvorlesung informieren werden.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Stress und Frust im Gesundheitswesen: Was tun?!

„Stress und Frust im Gesundheitswesen: Was tun?!“ Diese Frage stellen wir uns am 06.02.19 um 19 Uhr im Raum „Großes Forum“ der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, 50670 Köln). Mit dabei sind:

Die Zustände in den Kölner Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind besorgniserregend: Eine angemessene Versorgung der Patient*innen und Bewohner*innen gehört oftmals bereits der Vergangenheit an. Hygienische und medizinethische Standards können nicht mehr eingehalten werden. Die Pfleger*innen sind überlastet, werden schlecht bezahlt und können an ihre eigene Lebensplanung kaum noch denken. Die Arbeit muss unter hohem Druck erledigt werden und für die einzelnen Patient*innen bleibt keine Zeit. Der Grund: Personalmangel.
Diese Situation verschlimmert sich zusehends und sie betrifft uns alle. Und sie hat politische Ursachen: Jahrelang wurde die umfassende Ökonomisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben.

Was können wir dagegen tun?
In Berlin, Hamburg, Bayern und im Saarland, auch in NRW (Düsseldorf/Essen) wurden Volksbegehren für gesunde Krankenhäuser auf den Weg gebracht, wurden Tarifverträge erstritten oder neue Stellen und entlastende Dienstplanung erstreikt.
An diesem Abend wollen wir von den Erfahrungen und Erfolgen anderswo hören und überlegen, welche Probleme es im Kölner Gesundheitswesen gibt und was wir als Kolleg*innen, Angestellte, Patient*innen und Angehörige gemeinsam dagegen tun können.

Im Anschluss an die Veranstaltung wollen wir diese gemeinsam im Lokal der Alten Feuerwache ausklingen lassen.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch: Stipendiat*innen-Gruppe Köln der Hans-Böckler-Stiftung und DIE LINKE Kreisverband Köln.

Hier findet ihr den Flyer zur Veranstaltung.

Offenes Bündnistreffen

Wie jeden 2. Mittwoch im Monat treffen wir uns am 09.01.19 um 19 Uhr im Clubraum (Gebäude „Branddirektion“) der Alten Feuerwache (Melchiorstr. 3, 50670 Köln), um unsere weiteren Schritte gegen die Ökonomisierung des Gesundheitswesens zu planen. Neue Gesichter sind wie immer willkommen!