Aufruf zur Mitmach-Aktion für das Gesundheitswesen, die Beschäftigten und die Patient*innen!

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Heute, 21.00 Uhr!
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#gesundheitistkeineware #klinikenerhalten #zusammenhalten

In Spanien und anderen Ländern, in denen aufgrund der Corona-Pandemie auch Isolation und Quarantäne herrscht, schließen sich Menschen zusammen, um durch Applaus und Lärm am offenen Fenster und auf den Balkonen die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu unterstützen. In den sozialen Medien und der lokalen Presse wird auch für Köln für heute Abend 21.00 Uhr dazu aufgerufen, mit Applaus am offenen Fenster Solidarität mit den Helferinnen und Helfern in der Corona-Krise zu zeigen.

Das ist eine gute und wichtige Aktion!
Beteiligt euch an der Mitmach-Aktion, an der Solidaritätsbekundung und an politischem Protest in Zeiten der Isolation. Die Helferinnen und Helfer im Gesundheitswesen leisten unter unvorstellbarem Einsatz nicht erst, aber gerade jetzt die wichtigste Arbeit zur Versorgung kranker, alter und geschwächter Menschen!

Also alle ans Fenster und auf den Balkon!
Macht Lärm, applaudiert und zeigt eure Solidarität!
Malt Schilder und Sprechblasen mit euren Forderungen!
Schießt Fotos und macht Videos und lasst sie uns gerne zukommen!
Benutzt die Hashtags: #gesundheitistkeineware #klinikenerhalten #zusammenhalten

Mehr Infos:
https://www.facebook.com/events/923319021418223/

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Als Beschäftigte, Pfleger*innen, Ärztinnen und Ärzte, Patient*innen, Pflegende von Angehörigen, Aktivist*innen und Gewerkschafter*inne vernetzen und organisieren wir uns seit Langem und fordern ein solidarisches, bedarfsgerechtes Gesundheitswesen, das nicht der Gewinnmaximierung dient und dem Profit unterworfen ist. Die Zustände in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen waren schon vor der Corona-Krise unhaltbar:
Massive Überlastung der Beschäftigten, horrender Personalmangel, pflegerische Arbeit unter ethisch nicht mehr vertretbaren Bedingungen, Kostendruck durch die DRG-Fallpauschalen, Outsourcing von Servicebereichen, Sanierungsstau in den Kliniken, Unterversorgung von Patient*innen, weil den Krankenpfleger*innen Zeit und Kraft fehlt, zugleich absurde, medizinisch nicht notwendige Eingriffe, die sich aber aus Kostengründen „lohnen“.
Kurzum: An unserem Gesundheitswesen wird Raubbau betrieben und die Leidtragenden sind die Patient*innen und die Beschäftigten! Dieses derzeit durch und durch ökonomisierte Gesundheitswesen ist auf eine Krise wie die Jetzige nicht ausreichend vorbereitet.

Unsere Solidarität in diesen schweren Zeiten gilt selbstverständlich den Patientinnen und Patienten, den Helferinnen und Helfern, den Pflegerinnen und Pflegern und allen Beschäftigten in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen! DANKE!!!!

Unsere politischen Forderungen gelten aber genauso unmissverständlich:

● Schluss mit der Ausrichtung des Gesundheitswesens an betriebswirtschaftlichen Kriterien! Abschaffung der DRG-Fallpauschalen! Gute Versorgung für alle statt Profitmaximierung!

● Bedarfsgerechte und gesetzliche Personalausstattung für die Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen. Das heißt: Stärkung der Berufsausbildung, mehr Gehalt für alle Beschäftigten, Wertschätzung und Anerkennung für die sorgenden und pflegenden Tätigkeiten!

● In der jetzigen Situation: 500,00€ Zusatzzahlung an die Beschäftigten!

● Flächentarifvertrag für die Altenpflege gemäß der Bezahlung im öffentlichen Dienst!

Gerne verweisen wir auch auf unsere Mitstreiter*innen und ihre Forderungen bei der Initative „Krankenhaus statt Fabrik“:
https://www.krankenhaus-statt-fabrik.de

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Daher unser Aufruf, an alle, die ihre Solidarität mit den Beschäftigten und den Patient*innen zeigen wollen und an alle, die ein Gesundheitswesen kurz vor dem Kollaps satt haben:
Beteiligt euch an der Klatsch- und Protest-Aktion am offenen Fenster um 21.00 Uhr!

Wir werden die Aktion wiederholen und wieder darauf aufmerksam machen! Schaffen wir es, jeden Abend Lärm zu machen und Solidarität zu zeigen?

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